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AFP vs. SMB- und NFS-Filesharing für Netzwerk-Clients

Native Filesharing-Protokolle haben die Nase vorn
In einem Intranet können sich Netzwerk-Clients über verschiedene Protokolle, wie z. B. AFP, NFS oder SMB/CIFS, mit ihrem Fileserver verbinden. Die optimalste Verbindung mit einer einhunderprozentigen Kompatibilität wird jedoch nur über das native Filesharing-Protokoll des Clients erreicht. So ist AFP das geeignetste Protokoll für alle Mac-Clients bis OS X 10.8, während SMB der Standard für Windows-Clients und NFS perfekt für die Verbindung zwischen UNIX-Servern ist. Ab OS X 10.9 „Mavericks“ unterstützt Apple sowohl SMB2 als auch AFP vollständig.

Darüber hinaus sollten Remote-Anwender in der Lage sein, über ihren Browser sicher auf Serverdokumente zugreifen zu können. Und mobile Benutzer werden eine native App für den Serverzugriff und Filesharing auf ihren Geräten zu schätzen wissen.

NFS
NFS eignet sich besonders für den Dateiaustausch von Server zu Server unter UNIX. Allerdings funktioniert dies nicht mit Windows-Clients und auch der Dateiaustausch mit Mac-Clients ist nicht besonders sinnvoll, da sich viele Funktionalitäten nicht nutzen lassen und es zu Kompatibilitäts- und Geschwindigkeitsproblemen mit Mac Anwendungen kommt.

SMB/CIFS
Das native Windows Filesharing-Protokoll sollte für Windows-Clients verwendet werden.

AFP
AFP ist SMB und NFS für Mac-Clients (OS 8.1-OS X 10.8) klar überlegen

AFP ist das native Mac-Protokoll für die gemeinsame Nutzung von Dateien und Druckern. Es unterstützt viele spezielle Mac-Attribute, die von anderen Protokollen nicht unterstützt werden. Für höchste Geschwindigkeiten und eine hundertprozentige Kompatibilität sollte AFP verwendet werden.

Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit

  • AFP bietet eine erheblich schnellere Lese- und Schreibgeschwindigkeit als SMB oder NFS
  • AFP unterstützt die serverbasierte schnelle Suche von Dateien („fast find file“) – für heutige Großsysteme unabdingbar
  • Macs arbeiten mit AFP zuverlässiger und schneller
  • SMB1 ist nicht so stabil wie AFP

Kompatibilität und Funktionalität
AFP bietet beim Filesharing die optimale Kompatibilität mit dem Mac-Dateisystem (HFS+). Gegenwärtig bieten andere Mac-Protokolle wie NFS oder SMB nur einen Bruchteil der Geschwindigkeit und sind nur begrenzt kompatibel.


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OS-X-Clients ab 10.9 „Mavericks“
Mavericks und das Nachfolgebetriebssystem OS X 10.10 („Yosemite“) unterstützen sowohl SMB2 als auch AFP. Auf lange Sicht wird allerdings SMB2 das bevorzugte Protokoll sein. So sieht sich HELIOS verpflichtet, SMB2 für Mavericks-Clients zukünftig vollständig zu unterstützen. Ein vorzeitiger Wechsel auf SMB2 würde allerdings ernste Kompatibilitätsprobleme mit sich bringen, weshalb HELIOS AFP für Mavericks-Clients empfiehlt. Macs, die sich über SMB2 mit Windows- oder Linux-Servern verbinden, erfahren erhebliche Limitationen: keine Spotlight-Suche, keine serverbasierte schnelle Suche nach Dateien, keine ACL-Zugriffsrechte, keine Datensicherungen über Time Machine, keine Mavericks Finder-Tags sowie weitere Inkompatibilitäten. Lediglich der Apple- und der zukünftige HELIOS SMB2-Server unterstützen die Spotlight-Suche über SMB2. Wir gehen davon aus, dass Apple seine SMB2-Implementierung in zukünftigen Versionen vervollständigen wird. Wenn es soweit ist, können Kunden es ohne Kompatibilitäts- und Geschwindigkeiseinbußen nutzen.

Plattformübergreifendes Filesharing – alle gewinnen
Deshalb sollten Unternehmensserver plattformübergreifendes Netzwerk-Filsharing für Mac-, Windows-, UNIX-, Web- sowie mobile Clients über AFP, SMB/CIFS, SMB2, NFS und HTTP unterstützen. HELIOS Software ist der einzige Hersteller, der mit dem File Server Bundle, das EtherShare (AFP), PCShare (SMB/CIFS), WebShare (HTTP) sowie iPad Document Hub (iOS) umfasst, solch eine integrierte und plattformübergreifende Netzwerklösung anbietet. Remote-Dateisynchronisierungen zwischen dem Unternehmensserver und Client-Workstations oder Mobilgeräten gehören ebenfalls zum Leistungsumfang. Die Software-Suite unterstützt NFS-Freigaben vollständig, für zukünftige OS-X-Versionen ist ein SMB2-Server geplant.

Bedenken Sie bitte, dass integriertes plattformübergreifendes Arbeiten in Netzwerken enorm wichtig ist, denn nur so können unterschiedliche Client-Plattformen im Netzwerk dieselben Servervolumes problemlos gemeinsam verwenden und sogar die Funktionalitäten anderer Protokolle für sich nutzen. So umfasst die HELIOS Integration beispielsweise  plattformübergreifendes Sperren von Daten und Datensätzen („File and record locking“), Benutzernamen, Gruppennamen, Benutzerautorisierung, Zugriffsrechte für das Dateisystem, Zugriffsrechte für Volumes, Indizierung von Text und Metadaten in Dateien für die Spotlight-Suche, Dateietiketen und -kommentare, HELIOS Admin usw., wobei Redundanzen, Konflikte und ein hohes Maß an Administrationsarbeit, die beim Einsatz verschiedener Netzwerkprotokolle auftreten, vermieden werden.

Fazit

Unternehmen und Netzwerkadministratoren können Netzwerkprotokolle nicht mehr getrennt betrachten. Vielmehr ist ein allumfassender Überblick notwendig. Netzwerke, die bisher auf Windows zugeschnitten waren, müssen nun serverbasiertes Filesharing zwischen Macs, Mobilgeräten und den Remote-Zugriff über Webbrowser zulassen. Gleichwohl müssen Mac-Netzwerke gewappnet sein, zukünftig sowohl AFP als auch SMB2 zu unterstützen.
 

HELIOS kann auf über 20 Jahre Erfahrung mit der Entwicklung solcher plattformübergreifender Lösungen zurückblicken und bietet Serverlösungen mit Support aus einer Hand.