PDF HandShake UB64 Benutzerhandbuch (Version 5.0.0)  
 

5 PDF HandShake mit HELIOS Admin einrichten

5.1 Zugriff auf HELIOS Admin

PDF HandShake kann problemlos von jedem Client-Computer aus konfiguriert werden.

Dieses Kapitel beschreibt die Verwendung von HELIOS Admin zur Konfiguration von qualitativ hochwertiger Farbanpassung für zu druckende PDF-Dateien. Zusätzlich können Sie dort, wenn Sie auch ImageServer nutzen, Parameter für die Layouterzeugung festlegen.

Bevor Sie das Admin-Programm öffnen, sollten Sie das Verzeichnis „ICC-Profiles“ als Netzlaufwerk verbinden (Mac: Das Volume „ICC-Profiles“ mounten). Dieses Volume wurde automatisch während der Installation erstellt und enthält Profile, die Sie verwenden können. Falls Sie Ihre eigenen Profile haben und diese an einem anderen Platz aufbewahren, sollten Sie diese nach „ICC-Profiles“ verschieben. In den obersten Ordnern „Printer“, „Scanner“ und „Monitor“ können Sie – sofern Sie als Benutzer „root” angemeldet sind – jederzeit Unterverzeichnisse anlegen (siehe Abb. 5.1).

Inhalt des Volumes „ICC-Profiles“

Abb. 5.1: Inhalt des Volumes „ICC-Profiles“

Hinweis:

Nachdem Sie eigene Profile im Volume „ICC-Profiles“ gespeichert haben, müssen Sie die ICC-Indexdatei aktualisieren, um den OPI-Server über diese Änderungen zu benachrichtigen. Hierzu dient der Befehl:

# srvutil reconf opisrv

5.2 PDF HandShake Optionen

5.2.1 Serverweite Einstellungen für PDF

hsymInstruction

Öffnen Sie zunächst das Menü Vorgaben und wählen Sie PDF HandShake Vorgaben aus, um den Dialog für die PDF HandShake Serverkonfiguration zu öffnen (siehe Abb. 5.2).

Öffnen des Dialogs „PDF HandShake Vorgaben“

Abb. 5.2: Öffnen des Dialogs „PDF HandShake Vorgaben“

Farbeinstellungen

Über die Aufklappmenüs können Sie ein RGB- und ein CMYK-Standardbildprofil für Ihre PDF-Dokumente auswählen. Diese Profile werden als Eingangsprofile für die Umwandlungen von Farbdaten benutzt, wenn Sie PDF-Dateien drucken, die noch nicht mit Profilen versehen sind.

Die in Abb. 5.2 abgebildeten Standardprofile werden automatisch nach der Produktinstallation ausgewählt. Sie sind beide im „ICC-Profiles“-Volume auf Ihrem Server verfügbar. Sie können auch Ihre eigenen Vorgaben über die Schaltfläche Auswählen... definieren. Amerikanische Kunden sollten z. B. zu einem SWOP CMYK-Profil wechseln.

Layouteinstellungen

Diese Optionen stehen zur VErfügung, wenn auch ImageServer auf dem Server installiert ist (siehe 5.3 „Weitere Optionen für ImageServer Anwender“).

5.2.2 Konfiguration von Druckerwarteschlangen für PDF

hsymInstruction

Um spezifische Parameter für Druckerwarteschlangen einzustellen, öffnen Sie den gewünschten Drucker aus der Liste Drucker und gehen Sie auf ICC um den Dialog in Abb. 5.3 zu öffnen.

Festlegen von <code>ICC</code>-Einstellungen für eine bestimmte Druckerwarteschlange

Abb. 5.3: Festlegen von ICC-Einstellungen für eine bestimmte Druckerwarteschlange

ICC-Profile für Bilder prüfen

Diese Option hat Auswirkungen auf die OPI-Bilddersetzung von Rasterbildern sowie von PDF-Dokumenten.

Standard-Druckerprofil

Die Einstellung Standard-Druckerprofil lässt Sie das richtige Profil für Ihr Ausgabegerät auswählen und dient gleichzeitig dazu, die Farbanpassung für diese Druckerwarteschlange zu aktivieren. Das Aufklappmenü enthält vier verschiedene Optionen:

Wenn Sie als Standard-Druckerprofil kein Profil aus dem Aufklappmenü verwenden möchten, können Sie ein Profil, das Sie an einer anderen Stelle auf dem Server gespeichert haben, zuweisen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Auswählen....

Standard-Proofprofil

Dieses Einblendmenü steht erst dann zur Verfügung, wenn Sie bereits ein Standard-Druckerprofil ausgewählt haben, Hier können Sie ein passendes Profil für Ihren Proofdrucker bestimmen.

Hinweis:

Details zur Farbanpassung von PDF-Dokumenten während des Druckens finden Sie im Abschnitt Profilinformation in Kapitel 4 „Bevor Sie beginnen“. Hintergrundinformationen zu Farbanpassung und Proofdruck finden Sie im entsprechenden Kapitel im ImageServer Handbuch.

Standard-DeviceLink-Profil

Dieses Aufklappmenü erlaubt die Angabe eines Standard-DeviceLink-Profils für die Farbanpassung. DeviceLink-Profile haben eine höhere Priorität als Standard-ICC-Profile, d. h. ICC-Profile werden von DeviceLink-Profilen übersteuert.

Rasterfarben beibehalten

Umgehen Sie die Farbumwandlung von Weiß, Schwarz, Grau oder CMY eingefärbten Rasterobjekten, so dass die ausgewählten Farben – auch bei aktiver Farbanpassung – beibehalten werden. So werden z. B. graue Pixel in allen Farbräumen erkannt und nach Nur Grau für die CMYK-Ausgabe gewandelt, wenn die Option Grau aktiviert ist.

Hinweis:

PDF-Objekte, die einen indizierten Farbraum verwenden, werden nur von den Optionen Rasterfarben beibehalten kontrolliert, unabhänging davon, ob es sich um Raster- oder Vektorobjekte handelt.

Vektorfarben beibehalten

Umgehen Sie die Farbumwandlung von Weiß, Schwarz, Grau oder CMY eingefärbten Vektorobjekten, so dass die ausgewählten Farben – auch bei aktiver Farbanpassung – beibehalten werden. So werden z. B. grauer Text und graue Vektorobjekte in allen Farbräumen erkannt und nach Nur Grau für die CMYK-Ausgabe gewandelt, wenn die Option Grau aktiviert ist.

Hinweis:

PDF-Objekte, die einen Separationsfarbraum verwenden, werden nur von den Optionen Vektorfarben beibehalten kontrolliert, unabhänging davon, ob es sich um Raster- oder Vektorobjekte handelt.

PostScript 3/DeviceN Ausgabe

Die Option PostScript 3/DeviceN Ausgabe zeigt nur bei der OPI-Bildersetzung Auswirkungen. Möchten Sie ein PDF-Dokument verwenden, bei dem die Ausgabe für PostScript 3/DeviceN optimiert ist, müssen Sie das Programm „pdfprint“ verwenden und mit der richtigen Option drucken (siehe Kapitel 7.1 „pdfprint“):

$ pdfprint -o preservedevicen

Eine andere Möglichkeit ist, über das PDF HandShake Print Plug-in für Acrobat zu Drucken und dabei die Option Preserve DeviceN zu aktivieren.

PDF-Transparenzen

Ist diese Option aktiviert und wird ein PDF-Dokument, das Transparenzen enthält, an eine Druckerwarteschlange geschickt, wird PostScript mit so genannten „pdfmark“-Konstrukten erzeugt. Diese „pdfmark“-Konstrukte für Transparenzen können von Acrobat Distiller 8 (oder neuer) sowie HELIOS PrintPreview verarbeitet werden. Siehe auch Kapitel 17 „Transparenzen in PDF“.

5.3 Weitere Optionen für ImageServer Anwender

5.3.1 Serverweite Konfiguration für PDF (OPI)

Wenn ImageServer auf Ihrem Server installiert ist, stehen Ihnen in den „PDF HandShake Vorgaben“ zwei weitere Optionen im Dialog Abb. 5.4 zur Verfügung.

„PDF HandShake Vorgaben“ (ImageServer installiert)

Abb. 5.4: „PDF HandShake Vorgaben“ (ImageServer installiert)

Die Einstellung PDF OPI Layouterzeugung aktiviert die PDF-Dienste auf dem OPI-Server. Dadurch werden aus hochaufgelösten PDF-Dateien EPSF-Platzierungsbilder erzeugt. Bitte beachten Sie, dass die Option Layouts erzeugen in den Volumeeinstellungen ebenfalls aktiviert werden muss, um die generelle Erzeugung von Platzierungsbildern zu ermöglichen (siehe dazu auch das ImageServer Handbuch). Ist Layouts erzeugen aktiviert, PDF OPI Layouterzeugung jedoch nicht, dann erzeugt der OPI-Server auf diesem Volume zwar automatisch Layoutbilder – jedoch nicht für PDF-Dateien.

„Antialiasing“ ist eine Methode zum Glätten von Konturen. Die Option ist nur für die Bildschirmvorschau von EPSF-Dateien, die der OPI-Server aus den originalen PDF-Daten erzeugt hat, gedacht.

5.3.2 Druckerwarteschlangen-Einstellungen für PDF (OPI)

hsymInstruction

Markieren Sie einen Drucker in der Liste Drucker und öffnen Sie dann die Registerkarte ICC wie in Abb. 5.3 gezeigt.

Alle Optionen in diesem Dialog lassen sich auch auf PDF-Dateien anwenden.

Hinweis:

Weitere Informationen zu Standardprofilen finden Sie in Kapitel 5.2.1 „Serverweite Einstellungen für PDF“.

Bitte lesen Sie das entsprechende Kapitel Ihres ImageServer Handbuchs, um weitere Informationen zu den Druckereinstellungen zu erhalten.

Die Einstellung ICC-Profile für Bilder prüfen veranlasst den OPI-Server, für jede Bilddatei und jedes PDF-Dokument zu prüfen, …

Der Server stoppt den Druck automatisch, falls ein Profil fehlt oder eine Datei noch nicht „getagged“ ist.

5.4 ICC-Einstellungen (HELIOS Admin)

Diese Funktion bietet verschiedene Strategien für die Konvertierung eines Bildes von einem Farbraum in den anderen. Folgende Einstellungen, die im HELIOS Admin Dialog ICC Intents frei wählbar sind (Abb. 5.5), stehen zur Verfügung:

HELIOS Admin Dialog „ICC Intents“

Abb. 5.5: HELIOS Admin Dialog „ICC Intents“

Vergewissern Sie sich, dass Sie der Warteschlange ein Druckerprofil zugewiesen haben (siehe Standard-Druckerprofil oben). Dadurch wird sichergestellt, dass die von Ihnen gewählten ICC Intents beim Drucken verwendet werden.

Hinweis:

Bitte verändern Sie die Einstellung Automatisch nicht ohne besondere Veranlassung. Ihre Profilierungssoftware erklärt die Bedeutung der jeweiligen Intents. Beim Drucken von PDF-Dokumenten kann eine erneute Farbanpassung für ausgewählte Eingangsfarbräume nicht durch Deaktivieren der Option für den Quellfarbraum erreicht werden.

5.4.1 Schmuckfarbeneditor

HELIOS Admin beinhaltet einen Schmuckfarbeneditor, mit dem der Benutzer eine Vorschau-Farbe für einen beliebigen Schmuckfarbennamen definieren kann. Dadurch kann PDF HandShake Schmuckfarbenobjekte in die Farbvorschau einbinden, z. B. bei der Arbeit an vorseparierten PDF-Dokumenten. Eine Beschreibung des Schmuckfarbeneditors finden Sie im ImageServer Handbuch.



HELIOS Website © 2015 HELIOS Software GmbH  
HELIOS Handbücher 1. April 2020